Unsere Marktmeinung: Die Reimann Investors Depesche

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Kapitalmarkt

Portfolio Insights - März 2019

 

 

Kapitalmarkt

Portfolio Insights - Februar 2019

 

 

Kapitalmarkt

Portfolio Insights - Januar 2019

 

 

Kommentar

Depesche - Januar 2019

 

Der Einfluss der Psychologie auf die Weltwirtschaft und die Aktienmärkte ist nicht zu unterschätzen. Dies zeigt sich wohl auch daran, dass sich in den Wirtschaftswissenschaften ein eigener Fachbereich, die Behavioral Finance, entwickelt hat, der sich mit dem typischen Verhalten und Handeln der Anleger beschäftigt und dabei Erkenntnisse aus der Psychologie und den Wirtschaftswissenschaften vereint. Man könnte es auch so formulieren: Die Forscher möchten aufzeigen, wie Anlageentscheidungen tatsächlich zustande kommen und welche psychologischen Fehler immer wieder gemacht werden.

 

Lange ging man in den Wirtschaftswissenschaften davon aus, dass Investoren immer bestens informiert sind und rational und logisch handeln. Die Anhänger der Behavioral-Finance-Theorie, die Mitte der 80er-Jahre in den USA entstanden ist, vertreten hingegen die These, dass die Anleger mitunter auch irrational handeln. Untersuchungen zeigen, dass sie zu Über- bzw. Untertreibungen neigen und oft dem Herdentrieb folgen. Etwa ganz nach dem Motto: Wenn genug Marktakteure mit einem Abschwung rechnen, dann kommt er auch. Der wesentliche Mechanismus dieser sich selbsterfüllenden Prophezeiung liegt darin, dass die Investoren, die an den Abschwung glauben, sich entsprechend verhalten und somit helfen, die einstige Vorhersage zu erfüllen.

 

Am Ende können alleine pessimistische Zukunftsaussichten schon zu tatsächlicher Investitions- und Konsumzurückhaltung führen. Natürlich funktioniert das Sich-selbst-Erfüllen auch im Positiven: Einer florierenden Unternehmensbranche werden immer höhere und immer schneller wachsende Unternehmensgewinne zugetraut. Immer mehr Investoren kaufen Aktien, die Kurse steigen, sodass immer mehr Anleger am Aufwärtstrend partizipieren wollen. Bis die vermeintliche Blase dann unter Umständen irgendwann platzt. Wie bei der Dotcom-Bubble Anfang des Jahres 2000: Damals hatten die Anleger das gesamte Geschäftsmodell „Internet“ in Frage gestellt und all ihre Aktien verkauft, bis die gesamte Branche am Boden war. Nur um später zu erkennen, wie grundlegend wichtig das Internet und die Digitalisierung für die Zukunft sind und dass man daher unbedingt in Internetunternehmen investieren sollte. Der Branchenaufschwung begann erneut, wovon die heutigen Tech-Giganten Apple, Google, Amazon, Facebook und Co. profitierten, ohne die man sich unsere Welt gar nicht mehr vorstellen kann.

 

Auch das derzeitige Auf und Ab an den Börsen dürfte noch einige Monate anhalten: Die Weltwirtschaft wächst langsamer und die politische Unsicherheit ist nach wie vor hoch. Und auch wenn die Anleger bereits seit Monaten um diese Risiken wissen, werden sie vielleicht dennoch wieder in die eine oder andere Richtung übertreiben. Dass Emotionen unkalkulierbar sind und an den Finanzmärkten eine entscheidende Rolle spielen, lässt sich nicht ändern. Denn sie sind menschlich. Aber mit dem Wissen um ihre Tragweite gilt es, Entwicklungen komplexer zu betrachten: Die Börsen sind vielschichtig. Es ist daher wichtig, sich nicht von nur einem Thema ins Extreme verleiten zu lassen, sondern stets den Gesamtkontext im Blick zu behalten. Einen kühlen Kopf zu bewahren, anstatt sich von einem momentanen Stimmungsbild just auf die eine und wieder auf die andere Seite mitreißen zu lassen.